Kundeninformation – 365-Euro-Weihnachtsgutscheine

Liebe Klienten!

Im Nationalrat wurde die Steuerfreiheit des 365-Euro-Weihnachtsgutscheins beschlossen.

Wenn im Kalenderjahr 2020 der steuerfreie Vorteil aus der Teilnahme an Betriebsveranstaltungen nicht oder nicht zur Gänze genutzt werden konnte, soll der Arbeitgeber den Arbeitnehmenden Gutscheine bis maximal EUR 365.- steuerfrei gewähren können.

Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, dass die Gutscheine im Dezember 2020 ausgegeben werden und bis 31.12.2021 befristet sind. Die Steuerbefreiung soll sowohl Gutscheine von Einzelhändlern als auch von Verbänden von Einzelhändlern (z.B. Einkaufsmünzen) umfassen. Der Freibetrag über Sachzuwendungen bis zu einer Höhe von EUR 186 jährlich soll von dieser Maßnahme unberührt bleiben.

Gleichzeitig sind die Gutscheine lohnnebenkosten- und  aller Voraussicht nach sozialversicherungsfrei.

 

Lock-Down Umsatzersatz

Bis zum 15. Dezember 2020 kann nun ein Umsatzersatz von jenen Unternehmen beantragt werden, die direkt vom (derzeitigen) lock-down betroffen sind.

Die wichtigsten Eckdaten sind:

  • Im Wesentlichen betrifft dies die Branchen Gastronomie, Hotellerie, Sportstätten und Veranstaltungsbetriebe sowie den Einzelhandel unabhängig von der Rechtsform. Eine Liste aller Branchen, wobei die sog ÖNACE Klassifikation ihres Gewerbescheins maßgeblich ist, finden Sie hier.
  • Für den Zeitraum 01.11. bis 30.11. werden für den Einzelhandel zwischen 20% und 60% und für alle anderen Branchen 80% des zu ermittelnden Umsatzes erstattet
  • Der Mindestbetrag beträgt € 2.300, der Höchstbetrag € 800.000, wobei bei der Ermittlung des Höchstbetrages gewisse bisher erhaltene Zuwendungen berücksichtigt werden müssen
  • Es dürfen in dem og. Zeitraum keine Mitarbeiter gekündigt werden

Die Berechnung des Umsatzersatzes erfolgt automatisch von der Finanzverwaltung, nach einer der folgenden Methoden (der Reihenfolge nach):

  • Der Umsatz im November 2019 laut Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) bzw 1/3tel bei quartalsmäßiger UVA
  • 1/12tel der Jahresumsätze der zuletzt veranlagter Umsatzsteuererklärung
  • 1/12tel der Umsatzerlöse der zuletzt veranlagten Einkommensteuererklärung
  • Die Summe aller in 2020 eingereichten Umsatzsteuervoranmeldungen (UVA´s) dividiert durch die Anzahl der Monate

Zu beachten: Bei sog Mischbetrieben, dh wenn nur ein Teil des Betriebes von der Schließung direkt betroffen ist, wird nur der Umsatz für diesen Teil ersetzt. Das Aufteilungsverhältnis ist zu ermitteln und bekanntzugeben.

Zu beachten: Es müssen Einkünfte aus betrieblicher Tätigkeit vorliegen, wenn Sie daher Ferienwohnungen (zB. über airbnb) vermieten, gibt es leider keinen Umsatzersatz. Vereine sind nur dann antragsberechtigt, wenn sie grundsätzlich steuerpflichtige Einkünfte erzielen und unternehmerisch tätig sind.

TIPP: Werden während dieser Zeit weiterhin Umsätze erwirtschaftet (zB. durch Lieferservice etc.) kürzen diese nicht den Zuschuss.

TIPP: Veranstalter mit dem Gewerbeschein „sonstiger Unterricht“ können ebenfalls den Umsatzersatz beantragen. Die betrifft laut herrschender Meinung auch die Abhaltung von Seminaren.

TIPP: Sollte die ÖNACE Ihres Gewerbescheins nicht mit der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit übereinstimmen, ist eine Berichtigung anzudenken. Der Umsatzersatz dürfte dennoch möglich sein, wobei es in diesem Fall notwendig sein dies bei eine allfälligen Ablehnung der COFAG zu.

Zu beachten: Die Finanzverwaltung führt vorab eine Risikoanalyse durch. Bei mangelhaften, unvollständigen oder nicht aussagekräftigen Daten, kann sie daher vor Auszahlung des Umsatzersatzes mit dem Antragsteller in Kontakt treten. Entweder es wird der Antrag korrigiert oder zurückgezogen oder es muss eine schriftliche Bestätigung eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers vorgelegt werden.

Service: Die Antragstellung hat bei der COFAG via Finanz-Online zu erfolgen. Gerne bringen wir den Antrag für Sie ein, bitte geben Sie uns einfach Bescheid.

 

 

CORONA Unterstützung für Künstler*innen

Liebe Klienten!

Wir haben in der Folge alle Unterstützungsmöglichkeiten für Künstler*innen zusammengestellt.


 

LOCK-DOWN Kompensation

Jedenfalls können alle Künstler*innen die sog lock-down Kompensation in Höhe von einmalig € 1.300 bis 31.12.2020 beantragen.

Was sind die Voraussetzungen?

Sofern Sie bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS) als Künstler registriert sind, gibt es keine weiteren Voraussetzungen.

Es erfolgt auch keine Gegenrechnungen von Zahlungen aus dem Härtefallfonds, der Überbrückungshilfe oder des COVID 19 Zuschusses. Lediglich für den Fall, dass ein sog. lock-down Umsatzersatz zusteht, gibt es keine Kompensation.

TIPP: Dazu zählt auch die freiwillige Krankenversicherung (sog. Opting-in) für jene Fälle, in denen die Versicherungsgrenze nicht überschritten (Stichtag 13. Juni 2020).

Das Antragsformular finden Sie hier.


 

Überbrückungsfinanzierung

Für alle Künstler*innen, die bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen SVS versichert sind gibt es eine einmalige Unterstützung in Höhe von € 10.000. Die Frist für die Antragstellung ist der 31. Dezember 2020.

Was sind die Voraussetzungen?

  • Es muss der Hauptwohnsitz in Österreich sein
  • Eine Registrierung der SVS als Künstler*in vorliegen (zum Stichtag 13. Juni 2020) und
  • eine wirtschaftliche Notlage bestehen.

Das bedeutet, dass entweder die laufenden Kosten (Lebenshaltungs- und Betriebskosten) nicht mehr gedeckt werden können oder die Weiterführung der künstlerischen Tätigkeit gefährdet ist. Ein Nachweis oder eine Glaubhaftmachung ist bei der Antragstellung nicht notwendig, jedoch ist mit der Antragstellung eine eidesstattliche Erklärung abzugeben.

TIPP: Als Künstler und somit antragsberechtigt sind alle Personen, die Kunst und Kultur schaffen, aber auch Kunstvermittler und Kunstlehrende.

Zu beachten: Betragen die Einkünfte 2020 mehr als € 75.180 muss die Beihilfe zurückgezahlt werden.

Zu beachten: Zahlungen aus dem Härtefallfonds sind bei dieser Beihilfe anzurechnen, es ist daher abzuwägen was für Sie günstiger ist.

Das Antragformular finden Sie hier.


 

Lock-down Umsatzersatz

Noch bis zum 15. Dezember 2020 kann nun ein Umsatzersatz von jenen Unternehmen beantragt werden, die direkt vom (derzeitigen) lock-down betroffen sind (zB Veranstaltung von darstellender Kunst).

Eine Liste aller direkt betroffenen Branchen finden sie hier, wobei zu beachten ist, dass zum einen das Unternehmen selbst und zum anderen die Branche direkt betroffen sein müssen, was zB für Musiker derzeit vom BMF verneint wird.

Die wichtigsten Eckdaten sind:

  • Für den Zeitraum 01.11. bis 06.12. werden 80% des zu ermittelnden Umsatzes erstattet
  • Der Mindestbetrag beträgt € 2.300, der Höchstbetrag € 800.000, wobei der Ermittlung des Höchstbetrages gewisse bisher erhaltene Zuwendungen berücksichtigt werden müssen
  • Es dürfen in dem og. Zeitraum keine Mitarbeiter gekündigt werden.

Die Berechnung des Umsatzersatzes erfolgt automatisch von der Finanzverwaltung im Wesentlichen nach der Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) November 2019 bzw. 1/3tel bei quartalsmäßiger UVA.

Zu beachten: Werden keine Umsatzsteuervoranmeldungen abgegeben, so ist grundsätzlich der Umsatz laut Umsatzsteuer- oder Einkommensteuererklärung heranzuziehen.

TIPP: Der Umsatzersatz wird nur für gewisse Branchen gewährt, wobei sich dies nach der sog ÖNACE Kennzahl laut Gewerbeschein richtet. Für den Fall, dass diese bei ihnen falsch hinterlegt ist, kann auch noch nach der Antragstellung eine Korrektur beantragt werden.

Service: Die Antragstellung hat bei der COFAG via Finanz-Online zu erfolgen. Gerne bringen wir den Antrag für Sie ein, bitte geben Sie uns einfach Bescheid.

Zu beachten: Die sog lock-down Kompensation (siehe oben) kann in diesem Fall nicht beantragt werden.

Zu beachten: Die Finanzverwaltung führt vorab eine Risikoanalyse durch. Bei mangelhaften, unvollständigen oder nicht aussagekräftigen Daten, kann sie daher vor Auszahlung des Umsatzersatzes mit dem Antragsteller in Kontakt treten. Entweder es wird der Antrag korrigiert oder zurückgezogen oder es muss eine schriftliche Bestätigung eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers vorgelegt werden.


 

COVID-19 Fonds

Der COVID-19 Fonds beim Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF) wurde für alle Künstler*innen eingerichtet, die weder die Überbrückungsfinanzierung noch den Härtefallfonds beanspruchen können.

Die Beihilfe beträgt € 3.000 und bedingt wie ebenfalls eine wirtschaftliche Notlage.

TIPP: Für diese Beihilfe ist auch studentische Selbstversicherung anerkannt.

TIPP: Zuschüsse können auch bei den Verwertungsgesellschaften angefragt werden.

Das Antragformular finden Sie hier.


 

Härtefallfonds Phase II

Der Härtefallfonds der Wirtschaftskammer wurde nun bis 30. April 2021 verlängert und umfasst damit insgesamt 12 Monate. Für jeden Monat in dem die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen beträgt der Zuschuss zusammen mit dem Come Back Bonus mindestens € 1.000, sohin können mindestens € 12.000 und maximal € 30.000 ausbezahlt werden.

Was sind die wesentlichen Voraussetzungen?

  • ein Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum vergleichbaren Betrachtungszeitraum des Vorjahres besteht oder
  • die laufenden Kosten im Betrachtungszeitraum nicht mehr gedeckt werden können oder
  • im Betrachtungszeitraum zumindest überwiegend ein behördlich angeordnetes Betretungsverbot aufgrund von COVID-19 besteht, von dem das Unternehmen unmittelbar betroffen ist.

TIPP: Wie schon öfters von uns hingewiesen ist die Höhe des Zuschusses davon abhängig, welcher Einkommensteuerbescheid zuletzt beim Finanzamt veranlagt wurde.

Zu beachten: Der Umsatzrückgang in den einzelnen Betrachtungszeiträumen kann in Bezug auf ein einzelnes Monat oder in Bezug auf ein Quartal gerechnet werden, wobei hier unterschiedliche Zeiträume heranzuziehen sind.

Zu beachten: Die Deckung der laufenden Kosten muss nicht aus dem Privatvermögen erfolgen vielmehr ist ein Unternehmerlohn von € 2.000 bzw. bei verheirateten Personen € 3.000 fiktiv anzusetzen.

Das Antragformular finden Sie hier.


 

Fixkostenzuschuss Phase I und Fixkostenzuschuss 800.000

Ein Umsatzrückgang kann auch durch den sog. Fixkostenzuschuss abgedeckt werden. Umsatzrückgänge von 40% bzw. 30% führen grundsätzlich bereits zu einem Anspruch.

Da dabei auch der Unternehmerlohn (mindestens € 666,67 pro Monat) und für den Fixkostenzuschuss 800.000 auch die Abschreibungen relevant sind, führen bereits relativ geringe Fixkosten zu einem Zuschuss.

Da die Frist zur Antragsstellung erst mit August des Jahres 2021 abläuft (FKZ I) ist noch etwas Zeit sich das durchzurechnen.

TIPP: Der Fixkostenzuschuss ist zwar im Verhältnis zu den anderen Zuschüssen verhältnismäßig kompliziert, jedoch können wir Ihnen den Großteil der Arbeit abnehmen.


 

Senkung des Umsatzsteuersatzes auf 5%

Der Umsatzsteuersatz auf künstlerische Leistungen wurde vorübergehend bis Ende 2020 auf 5% gesenkt. Noch nicht beschlossen, aber sehr wahrscheinlich ist, dass diese Regelung bis Ende 2021 ausgeweitet wird.


 

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir die Informationen sehr sorgfältig ausgearbeitet haben, es aber aufgrund möglicher Abänderungen oder auch detaillierteren Regelungen künftig noch zu Abweichungen kommen kann.

Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden!

 

Herzliche Grüße

 

Ihr taxservices Team

 

Corona Newsletter comebackstronger Teil VII

Liebe Klienten*innen!

Wie in unseren letzten Aussendungen möchten wir Sie über Änderungen der bisherigen Förderpakete sowie über neue Hilfspakete am Laufenden halten. Diesmal können wir allerdings nur von geplanten Änderungen berichten, sobald diese in den Details feststehen, melden wir uns wieder bei Ihnen:

Vorab wieder einige Fristen und der Start der Anträge für die diversen Förderpakete:

Beim Härtefallfonds Phase II kann seit 16. Juni 2020 der Antrag für den dritten Betrachtungszeitraum (16.05. bis 15.06.2020) gestellt werden.

Am 18. Juni 2020 wurden nun endlich Klarstellungen zu den Dienstnehmer Abrechnungen bei der Kurzarbeit veröffentlicht. Da die sehr komplexen Regelungen erst softwaretechnisch umgesetzt werden müssen, wird die Juni Abrechnung von uns noch vorläufig nach der Handlungsanweisung der Wirtschaftskammer erstellt werden. Die Aufrollung erfolgt dann mit der Juli Abrechnung.

Noch nicht fertig ausgearbeitet aber bereits zugesagt ist die Verlängerung des Corona Hilfsfonds (Fixkostenzuschuss) um 6 Monate. Zu den einzelnen Anträgen haben sich mittlerweile zahlreiche Fragen ergeben, die von unserer Kammer gesammelt an die Regierung übergeben werden. Auch hier hoffen wir auf baldige Klarstellungen. Was wir ebenfalls bereits berichten können, dass die Antragstellung einige Herausforderungen an das Rechnungswesen stellt.

Das Unterstützungspaket für gemeinnützige Organisationen ist derzeit noch in Ausarbeitung.


GEPLANTE Änderungen

Die Umsatzsteuer in der Gastronomie- und der Kulturbranche soll vorübergehend auf 5% gesenkt werden.

In einer Pressekonferenz am 13. Juni 2020 wurde angekündigt in diesen Branchen den Umsatzsteuersatz auf 5%, befristet von 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020, zu senken.

Dies wird voraussichtlich folgende Leistungen betreffen:

  • Speisen und Getränke in der Gastronomie- und Hotelleriebranche (bisher 10% bzw 20%-iger Satz)
  • Künstlerische Leistungen (bisher 13%iger Satz)
  • Besuch von Museen, Kinos oder Musikveranstaltungen (bisher 13%-iger Satz)
  • Zeitungen und Bücher (bisher 10%-iger Satz)

Zu beachten: Wir gehen davon aus, dass die geplanten Änderungen nächste Woche bekanntgegeben werden, sodass noch Zeit für die Adaptierung der Registrierkasse ist.


Steuerstundungen sollen bis zum 15. Jänner 2021 verlängert werden

Bisher konnten Steuer Stundungen bis zum bis 01. Oktober 2020 beantragt werden. Diese Frist soll nun bis 15. Jänner 2021 verlängert werden, wobei dies automatisch erfolgt und eine neuerliche Antragstellung unterbleiben kann.


Vorziehen der Steuerreform 2021

Angekündigt wurde, die für das Jahr 2021 geplante Steuerreform vorzuziehen. Damit verbunden würde sich eine Entlastung für Bezieher von niedrigeren Einkommen aber auch für Unternehmen ergeben.

Wenn diese in der ursprünglichen Form umgesetzt wird, bedeutet dies unter anderem

  • Eine Senkung des Körperschaftsteuersatzes von bisher 25% auf 21%
  • Eine Erhöhung des Familienbonus Plus von bisher € 1.500 pro Jahr auf € 1.750
  • Eine Reduktion der untersten Einkommensteuertarifstufen von derzeit 25%, 35% und 42% auf künftig 20%, 30% und 40%.

Verluste des Jahres 2020 sollen auf die Jahre 2018 und 2019 rückgetragen werden können

Damit verbunden wäre, dass ein Teil der Steuerstundungen nicht mehr oder nicht mehr zur Gänze rückgezahlt werden muss.

Zu beachten: Wenn für die Jahre 2018 und auch 2019 bereits Steuererklärungen eingereicht wurden, wird es systemgerecht hier zu einer Wiederaufnahme kommen.


Investitionen ab September 2020 sollen gefördert werden

Als Anreiz dafür wird es zum einen eine Investitionsprämie von mindestens 14% geben und zum anderen eine sog degressive und damit raschere Möglichkeit zur steuerlichen Abschreibung der angeschafften Wirtschaftsgüter.

Die konkrete Ausgestaltung bleibt noch abzuwarten.

Zu beachten: Sollten Sie für die nächsten Monate Investitionen geplant haben, so ist es jedenfalls sinnvoll diese bis in den September zu verschieben.


Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir die Informationen sehr sorgfältig ausgearbeitet haben, es aber aufgrund möglicher Abänderungen oder auch detaillierteren Regelungen künftig noch zu Abweichungen kommen kann.

Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden!

 

Herzliche Grüße

 

Ihr taxservices Team

 

Corona Newsletter comebackstronger Teil VI

Liebe Klienten*innen!

Wir freuen uns, Sie in unserer aktuellen Aussendung über gute Neuigkeiten zu informieren. Wie Sie sicherlich schon aus dem Medien erfahren haben, gibt es in einigen Bereichen Nachbesserungen der bisherigen Förderungen sowie einige neue Hilfspakete.

Beim Härtefallfonds Phase II gab es wichtige Änderungen und Erweiterungen.

Neu hinzugekommen ist ein sogenannter Come-Back Bonus in Höhe von € 500 pro Betrachtungszeitraum. Damit beträgt der maximale Zuschuss € 15.000 pro Person, steuer- und sozialversicherungsfrei.

Die erste Nachbesserung zum Corona Hilfsfonds (Fixkostenzuschuss) gab es schon nach einigen Tagen. Auch dazu informieren wir Sie im Folgenden.

Vorab wieder einige Fristen und der Start der Anträge für die diversen Förderpakete:

In den nächsten Tagen ist zu überlegen, ob die Kurzarbeit über weitere 3 Monate verlängert werden kann. Rückwirkende Anträge sind nur mehr für Zeiträume ab dem 01.04.2020 möglich, Verlängerungen können weiterhin rückwirkend gestellt werden. Durch eine neue Sozialpartnervereinbarung gibt es einige Lockerungen zB im Zusammenhang mit der Behaltefrist nach Beendigung der Kurzarbeit

Neu ist auch ein sog Start-up Hilfsfonds bei dem bereits Zuschüsse beantragt werden können. Näheres dazu weiter unten.

Wenn Sie Ihr Geschäftsmodell mehr in den virtuellen Raum verlegen möchten (zB Webshop) gibt es ebenfalls Zuschüsse.

Noch in Ausarbeitung ist derzeit der sog Neustartbonus, der durch AMS-Zuschüsse es den Unternehmern erleichtert ihre bisherigen oder auch neue Mitarbeiter wieder einzustellen. Die Antragstellung ist mit Mitte Juni 2020 geplant.

Über den sog NPO-Unterstützungsfonds werden wir ebenfalls mangels Details in einem nachfolgenden Newsletter berichten.

Wie immer unterstützen wir Sie sehr gerne bei allen Fragen im Zusammenhang mit den einzelnen Paketen.

 


 

Härtefallfonds – Phase II –wesentliche Änderungen Erweiterungen

 

Was hat sich geändert?

  1. Der Betrachtungszeitraum wurde von 6 Monate auf 9 Monate ausgedehnt

Konkret bedeutet dies, dass für drei beliebige Monate im Zeitraum 15.3. bis 15.12.2020 Anträge eingebracht werden können. Das ist vor allem für jene Unternehmern interessant, die entweder einen länger andauernden Einnahmenrückgang haben oder dieser erst zeitversetzt einsetzt.

Zu beachten: Damit kann der Zuschuss grundsätzlich verdoppelt werden. Die Grundvoraussetzung, dass für jeden der Betrachtungszeiträume ein (coronabedingter) Umsatzrückgang von mehr als 50% stattgefunden haben muss, bleibt aber bestehen.

Zu beachten: Bereits gestellte Anträge können zurückgezogen werden. Dies ist nun einerseits zeitlich begrenzt und es darf zwischenzeitlich kein weiterer Antrag gestellt worden sein. Anträge für den 1. Betrachtungszeitraum können bis zum 31.07.2020 zurückgezogen werden.

  1. Aufrundung des Zuschusses auf € 500 pro Zeitraum

In den Fällen, in denen es aufgrund des Nettoeinkommens oder von Nebeneinkünften zu Zuschüssen unter € 500 kam, werden diese nun auf € 500 aufgerundet.

TIPP: Für bisher bereits gestellte Anträge wird der Differenzbetrag automatisch nachgezahlt.

  1. Jeder Zuschuss erhöht sich nun um € 500 pro Zeitraum

Durch die Einführung eines sog Come-Back Bonus beträgt bei anspruchsberechtigten Unternehmer oder Selbständigen der Zuschuss mindestens € 1.000. Der maximale Zuschuss erhöht sich somit von € 2.000 auf € 2.500 pro Betrachtungszeitraum.

Zu beachten: Bei Unternehmer, die aufgrund von negativen oder geringen Einkünften in der Vergangenheit den Sockelbetrag von € 500 erhalten haben verdoppelt sich somit der Zuschuss.

TIPP: Auch hier wird der Differenzbetrag für bisher bereits gestellte Anträge automatisch nachgezahlt.

  1. Erweiterung auf Nebenerwerbsunternehmer

Bisher musste man als Antragsvoraussetzung eine Pflichtversicherung aufgrund der selbständigen Tätigkeit aufweisen. Dies ist nun nicht mehr notwendig. Es können nun alle Unternehmer einreichen, die eine Versicherung aus einer aktiven Tätigkeit aufweisen, unabhängig davon ob diese gesetzlich vorgeschrieben oder freiwillig ist.

TIPP: Damit können nun zB Personen die wegen Nichtüberschreiten der Versicherungsgrenzen (sog Kleinstunternehmen) nicht bei der SVS versichert sind, ebenfalls einen Zuschuss von € 500 zzgl Come Back Bonus € 500 für den jeweiligen Betrachtungszeitraum erhalten. Das betrifft auch Pensionisten (Eigenpension oder Witwenpension).

  1. Keine Anrechnung der Zuschüsse aus dem Härtefallfonds auf den Fixkostenzuschuss

Damit ist die Antragstellung für den Fixkostenzuschuss auch für viele kleinere Unternehmen und Selbständige interessant geworden, zumal es bei diesen auch einige Nachbesserungen gab.

 


 

Corona Hilfs-Fonds – Fixkostenzuschuss – was ist neu?

Eine Hürde, die vor allem für den Gastronomie- und Tourismusbereich hart getroffen hätte, ist gefallen. Ebenso können auch kleinere Unternehmen nun einen Antrag stellen.

  1. Erweiterung des Begriffs des „wirtschaftlich gesunden Unternehmens“

Bisher mussten Unternehmen die Kriterien einer EU Verordnung erfüllen, durften also kein sog „Unternehmen in Schwierigkeiten“ sein.

Nunmehr ist es ausreichend, dass weder über das Unternehmen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, noch die Voraussetzungen für eine Eröffnung gegeben sind.

Zu beachten: Diese Erweiterung gilt nur für Unternehmen, die mit maximal € 200.000 gefördert werden (oder auch in den letzten 3 Jahren gefördert wurden).

  1. Herabsetzung des Mindestbetrages von € 2.000 auf € 500

Es können nun auch Einträge eingebracht werden, wenn der Gesamtzuschuss über alle Monate den Betrag von € 500 übersteigt.

  1. Zahlungen aus dem Härtefallfonds II (siehe auch oben) werden nicht abgezogen

In vielen Fällen sind die Fixkostenanträge sehr aufwendig und auch die Optimierung nicht ganz einfach. Wir haben dazu auch Package ausgearbeitet, dass wir bereits an viele unserer Klienten versendet haben. Für den Fall, dass Sie es nicht erhalten und Interesse haben, kontaktieren Sie uns bitte.

 


 

Start-up Hilfs-Fonds – Unterstützung für junge innovative Unternehmen

 

Für Start-ups wurde ein eigener Hilfsfonds gegründet. Die Abwicklung erfolgt über die Austrian Wirtschaft Service GmbH (aws) und wird zum einen durch im Erfolgsfall rückzahlbare Zuschüsse und zum anderen durch Kapitalgarantien bestehen. Letztere sind noch in Ausarbeitung, die Zuschüsse können bereits beantragt werden.

 

Wer kann diese Förderung in Anspruch nehmen?

Klein- und Kleinstunternehmer die

  • Innovativ sind
  • längstens vor 5 Jahren gegründet wurden (dh nicht ein anderes Unternehmen übernommen haben oder durch Zusammenschlüsse entstanden sind)
  • Noch keine Gewinne ausgeschüttet haben
  • Eigenkapital in Höhe von mindestens € 10.000 von einem privaten Investor haben
  • Von der COVID-19 Krise betroffen sind

 

Was und wieviel werden gefördert?

Es handelt sich um einen Zuschuss in Höhe von maximal € 800.000, der im Erfolgsfall rückzahlbar ist. Für die Bemessung des Zuschusses sind einerseits die betrieblichen Aufwendungen (zB Personal- und Sachkosten) und anderseits die Investitionen maßgeblich.

 

Nähere Informationen zu den einzelnen Voraussetzungen und zur Antragstellung können Sie hier abrufen.

 


 

Weitere Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise

 

  • Stundungen von SV-Beiträgen bei der ÖGK wurden verlängert

Für die Monate Februar, März und April 2020 konnten Stundungen bis Ende Mai beantragt werden. Diese Frist wurde nun bis 15. Jänner 2021 verlängert. Sollten danach noch (coronabedingte) Liquiditätsprobleme bestehen, kann danach eine Ratenzahlung auf 11 Monate beantragt werden.

Für die Monate Mai bis Dezember 2020 können ebenfalls Stundungen bzw Ratenzahlungen bis längstens 31. Dezember 2021 beantragt werden.

Zu beachten: Während die Monate Februar, März und April zinsfrei gestundet werden können, fallen für die Monate danach nicht unbeträchtliche Verzugszinsen an.

  • Zuschüsse aus dem Künstlersozialversicherungsfonds

Für jene Künstler, die beim Härtefallfonds nicht antragsberechtigt waren, gibt es Zuschüsse aus dem Künstlersozialversicherungsfonds. Diese Zuschüsse sind eine Soforthilfe in Höhe von € 500 bzw € 1.000, die allerdings auf Zahlungen aus dem Härtefallfonds angerechnet werden.

TIPP: Durch die Erweiterung der Antragsberechtigungen beim Härtefallfonds wird es hier nur mehr wenige Personen geben, die auf diesen Zuschuss zurückgreifen müssen.

  • Diverses regionale und bundesländerspezifischen Förderungen

Eine gute Übersicht über die verschiedenen Programme bieten die Landesstellen der Wirtschaftskammern.

Interessant sind Förderungen der Wirtschaftsagentur Wien für Digitalisierung (zB die Erstellung eines Webshops) mit einem Zuschuss von bis zu € 10.000. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir die Informationen sehr sorgfältig ausgearbeitet haben, es aber aufgrund möglicher Abänderungen oder auch detaillierteren Regelungen künftig noch zu Abweichungen kommen kann.

 

Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden.

 

Herzliche Grüße

 

Ihr taxservices Team

Corona Newsletter comebackstronger Teil V

Liebe Klienten*innen!

In den letzten Tagen ist die lang ersehnte Konkretisierung zum Corona-Hilfs Fonds erfolgt. Auch beim Härtefallfonds Phase II gab es wichtige Änderungen.

In den nachfolgenden Beiträgen informieren wir Sie konkret zu den einzelnen Hilfspaketen und worauf Sie bei den Antragstellungen besonders achten sollten. Vorab einige Fristen und der Start der Anträge für diversen Förderpakete:

Am 28. Mai 2020 endet die erste Frist für die Abrechnung der Kurzarbeitsbeihilfe beim AMS für den Monat März und April. Die monatlichen Abrechnungen sind grundsätzlich bis zum 28. des Folgemonats durchzuführen, jedoch gibt es eine Erleichterung für die Abrechnung des März, die ebenfalls bis 28. Mai übermittelt werden kann.

Die Antragsfrist für den zweiten Betrachtungszeitraum des Härtefallfonds Phase II (16. April bis 15. Mai 2020) beginnt am 18. Mai 2020.

Ab dem 20. Mai 2020 können bereits Anträge für die erste Tranche des Corona-Hilfs Fonds (Fixkostenzuschüsse) gestellt werden. Die ursprüngliche Regelung wonach dieser erst nach Ablauf des Wirtschaftsjahres, also in der Regel ab Jänner 2021 möglich war, wurde geändert.

Bereits seit dem 15. April können Anträge für den Familien-Härtefallfonds gestellt werden. Bei Unternehmer ist dies aber praktisch erst möglich, wenn bereits eine positive Erledigung aus dem Härtefallfonds vorliegt.

Beim sog. Wirtshauspaket treten die meisten Änderungen mit 1. Juli 2020 in Kraft.

Wie immer unterstützen wir Sie sehr gerne bei allen Fragen im Zusammenhang mit den einzelnen Paketen.

 

Härtefallfonds – Phase II – Änderungen und ErweiterungenBereits nach einer Woche erfolgten die ersten Nachbesserungen zum Härtefallfonds. Mittlerweile gibt es eine umfangreiche Richtlinie, Beispiele und FAQ´s dazu. Vor allem im Bereich der Berechnungen erfolgten nun Klarstellungen.Wie sind die Verbesserungen gegenüber der ursprünglichen Regelung?

  1.  Der Betrachtungszeitraum wurde von 3 Monaten auf 6 Monaten ausgedehnt

Konkret bedeutet dies, dass der Antrag für drei beliebige Monate im Zeitraum 15.3. bis 15.9. 2020 eingebracht werden kann. Damit hat man vor allem jenen Unternehmern Rechnung getragen, bei denen die Corona Krise nicht sofort zu einem Einnahmenrückgang führt.

Zu beachten: Das macht die Optimierung nicht einfacher, kann aber zu wesentlich höheren Zuschüssen führen. Nachdem viele Unternehmer nicht wissen wie sich die nächsten Monate entwickeln werden, ist die einfachste Variante abzuwarten und erst nach dem 15. September 2020 die Anträge zu stellen. Die Antragstellung selbst ist bis zum 31. Dezember 2020 möglich.

TIPP:Bereits gestellte Anträge können zurückgezogen werden. Für den Fall, dass Sie bereits einen Antrag für den ersten Betrachtungszeitraum gestellt haben und nur einen geringen oder keinen Zuschuss erhalten haben, raten wir dazu diesen zurückzuziehen und für ein späteres Monat aufzuheben.

2. Der Zuschuss beträgt nun mindestens € 500 pro Zeitraum

Unternehmer oder Selbständige deren letzter Einkommensteuerbescheid negative Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb aufweist, kommen nun auch in den Genuss eines Zuschusses.

Zu beachten: Bei Nebeneinkünften wird dieser Zuschuss anteilig gekürzt. Die Berechnungsgrundlage hierfür ist: Das Nettoeinkommen zzgl. des berechneten Zuschusses zzgl. der Nebeneinkünfte nicht € 1.500 übersteigen darf.

3. Ein Zuschuss aus dem Corona Familienhärtefallfonds ist nun kein Ausschließungsgrund mehr.

4. Für Gründer die nach dem 1.1.2018 gegründet haben ist nun ebenfalls ein Zuschuss möglich, auch wenn noch kein Einkommensteuerbescheid vorliegt

Welche Fragen haben wir in den letzten Wochen häufig erhalten bzw Fehler sind uns aufgefallen?

In den Anträgen sind die Einnahmen des jeweiligen Betrachtungszeitraumes einzutragen. Diese wirken sich unmittelbar auf die Höhe des Zuschusses aus. Bitte beachten Sie, dass der Eintrag netto, dh. ohne Umsatzsteuer zu erfolgen hat.

Bei der Eintragung der Nebeneinkünfte sind jedoch die Einkünfte – also Einnahmen minus Ausgaben der jeweiligen Monate zu nehmen. Bei Einkünften aus Angestelltenverhältnissen ist dies der Betrag der in diesen Monaten dem Bankkonto gutgeschrieben wurde. Bei allen anderen (zB Vermietung) ist dies vorab berechnen.

Es zählt immer der Zeitpunkt des Zuflusses, dh das Datum zu dem die Einnahmen (oder auch Ausgaben) auf dem Konto gutgeschrieben oder in bar bezahlt wurden. Unerheblich ist, der Zeitraum in dem die Leistung erbracht wurde oder wann die Rechnung ausgestellt wurde.

Ein Wechsel in den sog. Corona-Hilfsfonds (Fixkostenzuschuss) – siehe weiter unten – ist möglich. Um Sie bestmöglich bei der Antragstellung und der Optimierung der Betrachtungszeiträume zu unterstützen möchten wir Sie nochmals auf unser Beratungspackage hinweisen.

 

Beratungspackage Härtefallfonds Phase II

  • Überprüfung der Anspruchsvoraussetzungen um strafrechtliche Folgen und Rückforderungsansprüche zu vermeiden
  • Optimierung des Vergleichszeitraumes (Heranziehen der unterschiedlichen Jahre, Durchschnittsbetrachtung)
  • Berechnung aller notwendigen Parameter (Nettoeinkommen, Umsatzrentabilität)
  • Vorabberechnung Berechnung des Zuschusses
  • Bereitstellung aller Unterlagen und Informationen, sodass Sie den Antrag mit wenigen Klicks einbringen können
  • Vorabberechnung des Nettoeinkommens für das Jahr 2019
  • Vorrangige Behandlung Ihrer Anfrage
  • Vorrangige Erstellung des Jahresabschlusses 2019

 

Pauschale für Einnahmen/Ausgaben Rechner   €   250,00 netto
Pauschale für bilanzierende Unternehmen, Beteiligungen
Personengesellschaften oder Nebeneinkünften
  €   350,00 netto

 

Bitte antworten Sie dazu einfach auf den Newsletter mit “Package” – ihr(e) Klientenbetreuer*in wird sich umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen. Selbstverständlich bieten wir auch Hilfestellung, wenn Sie sich nicht für das Package entscheiden. Die Abrechnung erfolgt in diesem Fall nach Stunden, je nach Ihrer Vereinbarung.

Härtefallfonds für Familien – zusätzlich zum Härtefallfonds möglich

Seit dem 15. April 2020 ist die Antragstellung für einen Zuschuss aus dem sog Familien Härtefallfonds möglich.

Was sind die Voraussetzungen?

  • Hauptwohnsitz in Österreich
  • Es muss für mindestens ein Kind Familienbeihilfe bezogen werden (Stichtag 28.02.2020) UND
  • Zumindest ein Elternteil ist in Corona Kurzarbeit oder hat seinen Arbeitsplatz verloren ODER
  • Ein Elternteil ist selbständig und hat Anspruch aus dem Härtefallfonds UND
  • Das Einkommen der Familie darf einen bestimmten Grenzwert nicht überschreiten (Ein-Elternhaushalt + 1 Kind € 1.600,00 pro Monat bis zu € 3.600,00 pro Monat für eine Eltern-Paar mit drei oder mehreren Kindern).

Wichtig: Bei der Einkommensgrenze ist das Nettoeinkommen gemeint. Bei selbständigen Einkünften sind dies daher die Einnahmen abzüglich der Ausgaben abzüglich der darauf entfallenen Steuer.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Der Zuschuss berechnet sich nach einem gewissen Faktor, der abhängig von der im Haushalt lebenden Elternteile und Kinder ist. Der maximale Zuschuss beträgt € 1.200 pro Monat und wird auf die Dauer von maximal 3 Monaten gewährt.

Zu beachten: Um einen Zuschuss zu erhalten darf das Einkommen in den jeweiligen Monaten nicht höher sein, als in den Monaten vor dem 28. Februar 2020.

Wo kann der Zuschuss beantragt werden?

Der Antrag wird an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gestellt. Das Antragsformular finden sie HIER.

TIPP: Da bei Unternehmern der Anspruch aus dem Härtefallfonds Voraussetzung ist müssen diese Anträge zuerst stellen. Bei der Antragstellung an den Familien-Härtefallfonds ist die Erledigung bereits beizulegen.

Zu beachten: Bisher waren damit Unterstützungen aus dem Härtefallfonds ausgeschlossen. Diese Regelung wurde aufgehoben. Die bereits erhaltenen Zuschüsse aus dem Härtefallfonds zählen aber zur oben genannten Einkommensgrenze.

TIPP: Denken Sie in diesem Zusammenhang auch an die Mindestsicherung, eventuell in Form einer Aufstockung.

Corona Hilfs-Fonds – Fixkostenzuschuss

Die Richtlinien dazu sind nun veröffentlicht und enthalten einige Abweichungen zur ursprünglichen Ankündigung. Die Wichtigste ist die vorgezogene Antragstellung ab 20. Mai 2020. Grundsätzlich werden Umsatzrückgänge bzw. Fixkostenzuschüsse im Zeitraum 15.03. bis 15.09. berücksichtigt, es ist aber für einzelne Branchen zB. Tourismus eine Ausweitung geplant.

In unserem Newsletter Nummer IV haben wir bereits die wichtigsten Eckdaten zusammengefasst. Im Folgenden möchten wir auf die Detailregelungen eingehen, die bisher noch nicht ausständig waren.

Der Corona Hilfs-Fonds ist die Unterstützung für Unternehmen, dh. auch Kleinstunternehmen bis 9 Mitarbeiter, die auch beim Härtefallfonds anspruchsberechtigt sind, können diesen in Anspruch nehmen.

Was sind die Voraussetzungen?

  • Operative Tätigkeit (keine reine Holdinggesellschaften)
  • Umsatzeinbruch von mindestens 40 % durch Corona-Krise
  • Kein Finanzstrafverfahren in den letzten 5 Jahren
  • Keine agressive Steuerplanung
  • Unternehmen darf am 31.12.2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gemäß EU-VO gewesen sein
  • Das Unternehmen hat zumutbare Maßnahmen gesetzt, um die durch den Fixkostenzuschuss zu deckenden Fixkosten zu reduzieren (Schadensminderungspflicht)

Was bedeutet “Unternehmen darf nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein”?

Hier zu gibt es genaue Definition nach einer EU Verordnung, die folgende Kriterien umfasst:

  1. Bei Einzelunternehmen oder Personengesellschaften ist das Kapital durch aufgelaufene Verluste nicht verbraucht (negatives Eigenkapital)
  2. Bei Kapitalgesellschaften ist das Stamm- bzw Grundkapital nicht um mehr als die Hälfte durch Verluste aufgebraucht
  3. Es liegen keine Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens vor oder es ist ein Insolvenzverfahren bereits anhängig
  4. Das Unternehmen hat keine Rettungs- und/oder Umstrukturierungsbeihilfe erhalten und unterliegt keinem Umstrukturierungsplan

Wichtig: Bei Einnahmen/Ausgaben Rechner werden nur die beiden letzten Kriterien zur Prüfung herangezogen.

Wichtig: Bei Unternehmen die jünger als 3 Jahre sind erfolgt keine Prüfung.

Für welche Fixkosten wird ein Zuschuss gewährt?

  1. Geschäftsraummieten und Pacht, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit stehen
  2. Betriebliche Versicherungsprämien
  3. Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, sofern diese nicht an verbundene Unternehmen als Kredite oder Darlehen weitergegeben wurden
  4. Finanzierungskostenanteil der Leasingraten sowie betriebliche Lizenzgebühren, sofern die empfangende Körperschaft nicht konzernzugehörig ist
  5. Aufwendungen für Strom, Gas und Telekommunikation
  6. Wertverlust bei verderblicher oder saisonaler Ware
  7. angemessener Unternehmerlohn
  8. Personalaufwendungen, die ausschließlich für die Bearbeitung von krisenbedingten Stornierungen und Umbuchungen anfallen
  9. Aufwendungen für sonstige vertragliche betriebsnotwendige Zahlungsverpflichtungen, die nicht das Personal betreffen

Wie ermittelt sich ein Unternehmerlohn?

Dieser ist auf Basis des Gewinnes laut Einkommensteuerbescheid des letzten veranlagten Vorjahres zu ermitteln. Als Unternehmerlohn dürfen jedenfalls 666,66 Euro, höchstens aber 2.666,67 Euro pro Monat angesetzt werden. Nebeneinkünfte sind abzuziehen.

Zu beachten: Der Unternehmerlohn betrifft ausschließlich natürlichen Personen als Einzel- oder Mitunternehmer, nicht jedoch die Geschäftsführerbezüge von Gesellschaftern.

Wie berechnet sich der Umsatzausfall?

Für die Berechnung des Umsatzausfalls ist auf die für die Einkommens- oder Körperschaftsteuerveranlagung maßgebenden Leistungserlöse (entspricht den Kennzahlen 9040 und 9050 im Formular E1a) abzustellen.

Es sind die maßgeblichen Werte des 2. Quartals 2020 jenen des 2. Quartals 2019 gegenüberzustellen.

Zu beachten: Bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern können sowohl die Fixkosten als auch die Umsatzerlöse nach dem Zu-und-Abfluss-Prinzip erfasst werden, sofern dies nicht zu willkürlichen zeitlichen Verschiebungen führt.

Für welche Zeiträume ist der Fixkostenzuschuss möglich?

Abweichend von der Quartalsbetrachtung (siehe oben) können Anträge auch für maximal drei der folgenden Betrachtungszeiträume, die zeitlich zusammenhängen müssen, gestellt werden:

Betrachtungszeitraum 1: 16.3.2020 bis 15.4.2020

Betrachtungszeitraum 2: 16.4.2020 bis 15.5.2020

Betrachtungszeitraum 3: 16.5.2020 bis 15.6.2020

Betrachtungszeitraum 4: 16.6.2020 bis 15.7.2020

Betrachtungszeitraum 5: 16.7.2020 bis 15.8.2020

Betrachtungszeitraum 6: 16.8.2020 bis 15.9.2020

Wie hoch ist der Fixkostenzuschuss?

Die Berechnung des Fixkosten-Zuschusses erfolgt folgendermaßen:

Der Fixkosten-Zuschuss ist nach der Höhe des Umsatzausfalls gestaffelt, muss insgesamt mindestens 2.000 Euro ausmachen und ersetzt Fixkosten des Unternehmens in folgender Höhe:

25 % bei einem Umsatzausfall von 40 bis 60 %

50 % bei einem Umsatzausfall von über 60 bis 80 %

75 % bei einem Umsatzausfall von über 80 bis 100 %

Wird der Umsatzausfall mittels Vergleiches des 2. Quartals 2019 und des 2. Quartals 2020 ermittelt, sind die Fixkosten des Unternehmens zwischen 16. März 2020 und 15. Juni 2020 als Bemessungsgrundlage heranzuziehen.

Wird ein abweichender Betrachtungszeitraum gewählt, so sind nur die im entsprechenden Zeitraum angefallenen Fixkosten heranzuziehen.

Zu beachten: Der Fixkostenzuschuss ist um Zuwendungen von Gebietskörperschaften, die im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise und dem damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Schaden geleistet werden, zu vermindern (auch Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz, jedoch nicht Zahlungen im Zusammenhang mit Kurzarbeit; Zahlungen aus Härtefallfonds sind ebenfalls abzuziehen).

Zu beachten: Weitere Einschränkungen gibt es für Konzernunternehmen. Hier steht der Fixkostenzuschuss nur dem umsatzstärksten Unternehmen zu.

Wie kann der Wertverlust von verderblichen oder saisonalen Waren berücksichtig werden?

Dieser kann dann berücksichtig werden, wenn der Wertverlust mindestens 50% beträgt.

Zu beachten: Bei der ersten Tranche kann dieser Wertverlust noch nicht berücksichtigt werden.

Wie erfolgt die Antragstellung und welche Unterlagen sind beizubringen?

Der Antrag auf Gewährung des Fixkosten-Zuschusses erfolgt ausschließlich via Finanz Online an die COFAG (Covid-19 Finanzierungsagentur des Bundes).

Der Antrag selbst hat eine Darstellung der geschätzten bzw. tatsächlichen Umsatzausfälle und die Fixkosten im jeweiligen Zeitraum zu enthalten.

In der ersten Tranche ist erst bei Fixkostenzuschüssen von mehr als € 12.000 die Bestätigung sowohl der Umsatzausfälle als auch der Fixkosten eines Steuerberaters erforderlich.

Zu beachten: Im Antragsformular ist zu bestätigen, dass die Umsatzausfälle durch die COVID-19-Krise verursacht sind und schadensmindernde Maßnahmen gesetzt wurden.
Wichtig: Das Antragsformular selbst ist ab 20. Mai 2020 verfügbar.

Zu beachten: Laut Regierungserlass nimmt das Finanzamt VOR Gewährung des Zuschusses eine Plausibilitätsprüfung vor.

Zu beachten: Falschangaben führen wie bei allen anderen Zuschüssen auch zu einer Rückforderung und ziehen strafrechtliche Folgen nach sich.

Wann erfolgt die Auszahlung?

Die Auszahlung des Fixkosten-Zuschusses muss bis 31. August 2021 beantragt werden, wobei die Auszahlung in folgenden Tranchen beantragt werden kann:

Die erste Tranche umfasst höchstens 1/3 des voraussichtlichen Fixkosten-Zuschusses und kann ab 20. Mai 2020 beantragt werden.

Die zweite Tranche umfasst zusätzlich höchstens 1/3, somit insgesamt höchstens 2/3, des voraussichtlichen Zuschusses, und kann ab 19. August 2020 beantragt werden

Die dritte Tranche kann ab 19. November 2020 beantragt werden.

Für die Auszahlung der ersten und gegebenenfalls der zweiten Tranche (bis 18. November 2020) sind der Umsatzausfall sowie Fixkosten bestmöglich zu schätzen.

TIPP: Für die Auszahlung der dritten Tranche sind jedenfalls qualifizierte Daten aus dem Rechnungswesen sowie eine Bestätigung der Steuerberatungskanzlei erforderlich. Liegen diese bereits vorher vor, kann bei der 2. Tranche bereits der gesamte Zuschuss beantragt werden.

Wirtshauspaket

Diese Regelungen wurden für Gastronomie erlassen und sollen den Umsatz ankurbeln bzw Erleichterungen für die betroffenen Unternehmer schaffen. Folgende Maßnahmen treten mit 1. Juli 2020 zum Teil zeitlich befristet in Kraft:

  1. Senkung des Umsatzsteuersatzes für alkoholfreie Getränke von bisher 20% auf 10% im Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2020
    Zu beachten: Bitte vergessen Sie nicht Ihre Registrierkasse für diesem Zeitraum umzustellen. Wir werden die neue Regelung selbstverständlich in Ihrer Buchhaltung berücksichtigen.
  2. Abschaffung der Schaumweinsteuer ab 1. Juli 2020 unbefristet
  3. Geschäftsessen werden künftig zu 75 % absetzbar sein. Diese Maßnahme gilt von 15. Mai bis Ende 2020.
  4. Erhöhung der Steuerfreigrenze von Gutscheinen die vom Arbeitgeber an Mitarbeiter zur Konsumation in Gastronomiebetrieben ausgegeben werden von derzeit € 4,40 auf € 8 pro Tag können. Ebenfalls angehoben wurden die Lebensmittelgutscheine von € 1,10 auf € 2 Euro des sog “Wurstsemmelerlasses”. Beides gültig ab 1. Juli und unbefristet.
  5. Anhebung der Pauschalierungsgrenze auf € 400.000 sowie Erhöhung einzelner Pauschalsätze (ab Steuererklärung 2020 und unbefristet)

Weitere Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise

  • Nunmehr können Guthaben beim Finanzamt rückgezahlt werden, auch wenn Abgaben gestundet wurden. Dies betrifft Gutschriften aus sog Selbstbemessungsabgaben und Bescheiden nach dem 10.05. und bis zum 30.9.2020.

Wichtig: Im Normalfall werden die Gutschriften zB Umsatzsteuerguthaben in den Monaten wo sehr geringe Umsätze erzielt wurden mit bestehenden Abgabenrückständen (auch gestundeten) gegenverrechnet und die Stundung geht somit ins Leere.

  • Die Lieferung von Atemschutzmasken ist ab dem 13. April befristet bis zum 1. August 2020 umsatzsteuerfrei.
  • Die staatliche Garantie für die Kreditaufnahmen im Rahmen des Corona-Hilfs Fonds wurde bei einem Kreditbetrag bis zu € 500.000 auf 100% ausgeweitet. Der Zinssatz beträgt für die ersten beiden Jahre 0%.

Wichtig: Wie beim Fixkostenzuschuss müssen Unternehmen für die Inanspruchnahme wirtschaftlich gesund sein. Sie dazu auch weiter oben.

  • Bonuszahlungen an Mitarbeiter sind bis zu € 3.000 pro Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei, sofern sie zusätzlich zum bisherigen Gehalt bzw Lohn gewährt werden
  • Sämtliche Zulagen (zB Erschwernis- Schmutz, Gefahrenzulage) bleiben auch im Fall der Kurzarbeit in voller Höhe begünstigt
  • Bei Vereinen besteht die Möglichkeit Versammlungen an denen mehr als 50 Personen teilnahmeberechtigt sind bis zum Jahresende 2021 zu verschieben.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir die Informationen sehr sorgfältig ausgearbeitet haben, es aber aufgrund möglicher Abänderungen der Regierung oder auch detaillierteren Regelungen künftig noch zu Abweichungen kommen kann. Es ist davon auszugehen, dass gerade beim Fixkostenzuschuss noch Details bzw allenfalls Nachbesserungen erfolgen werden.

Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden.

Bis dahin, achten Sie auf sich und bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße

Ihr taxservices Team