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Mehr Transparenz – was sind die neuen Regelungen

Konkret wurden dazu einige Bestimmungen erlassen, die Zielsetzung geht in Richtung Steuerehrlichkeit und Verhinderung von Steuerbetrug.

Mit September 2017 trat ein Gesetz zur Registrierung der wirtschaftlichen Eigentümer in Kraft. Geführt wird dieses Register von der Statistik Austria, eingetragen werden alle im Firmenbuch bzw Vereinsregister geführten Rechtsträger wie zB Kapitalgesellschaften, Privatstiftungen etc.

Transparent gemacht soll damit wer sozusagen als Person dahinter steckt. Es besteht Meldepflicht der Rechtsträger aller direkten und indirekten (dh über mehrere Ebenen beteiligten) natürlichen Personen. Dies hat grundsätzlich bis zum 1.7.2018 zu erfolgen, danach erfolgt eine Aufforderung durch das zuständige Finanzamt. Die Strafen im Falle einer Nichtmeldung betragen bis zu EUR 200.000 (Finanzvergehen).

Einsichtsberechtigt sin das Register sind zB wir als Wirtschaftstreuhänder so wie auch Notare und Rechtsanwälte.

Schon seit 2015 in Kraft ist die sog Kontoöffnung auf Grundlage des Kontenregistergesetzes. Damit ist den Abgabenbehörden möglich Einsicht in die Konten eines Steuerpflichtigen zu nehmen, wenn es im Interesse der Abgabenerhebung zweckmäßig und angemessen ist.

Zusammen mit dem sog Kapitalabfluss-Meldegesetz bei dem Auszahlungen und Überweisungen von Privatpersonen von mehr als EUR 50.000 aus Österreich gemeldet werden und dem Gemeinsamen Meldestandard Gesetz wurde de facto das Bankgeheimnis wesentlich eingeschränkt.

Auch Wirtschaftstreuhänder müssen künftig strenger als bisher Verdachtsfälle von Geldwäsche anzeigen.

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Steuerliche Highlights des neuen Regierungsprogrammes

Am 16.12.2017 wurde das neue Regierungsprogramm für die Jahre 2017 bis 2022 veröffentlicht.

Darin enthalten sind auch eine Reihe von steuerlichen Maßnahmen, die konkrete Umsetzung bleibt abzuwarten. Die Zielsetzung geht jedoch eindeutig in Richtung Steuerentlastung anstelle von Steuerbelastung und auch in Richtung Vereinfachung des bisherigen Steuersystems.

Die wesentlichen Punkte in Hinblick auf Steuerentlastung sind:  Weiterlesen

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Aufbewahrungsfristen

Die allgemeine Aufbewahrungsfrist für Geschäftspapiere und sonstige Unterlagen beträgt grundsätzlich 7 Jahre.

Zum Jahreswechsel können Sie daher grundsätzlich die Belege einschließlich des Jahres 2010 entsorgen.

Durch die Neuregelung der Immobilienbesteuerung verlängert sich die Aufbewahrungsfrist für Grundstücksangelegenheiten allerdings auf 22 Jahre.

Weiteres sind alle Unterlagen bei offenen Verfahren bis zum Abschluss derselben aufzubewahren.

Auch sollten Sie sich nicht von Unterlagen trennen, die vielleicht in späteren Jahren für die Beweisführung von Bedeutung sein könnten (Erbschaft, Scheidung etc).

ZU BEACHTEN: Zu den Geschäftspapieren und damit aufbewahrungspflichtigen Unterlagen zählen auch Auftragsschreiben, Lieferscheine und Leistungsbeschreibungen. Zudem sind alle Grundaufzeichnungen (Paragons, Kassenberichte, Strichlisten etc) aufzuheben. 

TIPP: Eine Alternative zur Aufbewahrung in Papierform ist eine elektronische Archivierung. Da nun die Vorschriften für die elektronische Übermittlung von Rechnungen erleichtert wurden, bietet sich die elektronische Archivierung geradezu an. Wesentlich dabei ist die Unveränderbarkeit der Rechnungen, es sind daher einige Kriterien zu beachten. 

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Befreiungen und Tipps für Kleinunternehmer

Für sogenannte Klein- oder Kleinstunternehmer sieht das Steuer- und Sozialversicherungsrecht einige Erleichterungen vor.

Im Bereich der Umsatzsteuer ist Kleinunternehmer, wer eine jährliche Umsatzgrenze von EUR 30.000 nicht überschreitet. Damit ist grundsätzlich keine Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen, die Umsätze sind umsatzsteuerfrei. Weiterlesen

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Neue Werte – was Dienstgeber im Jahr 2018 erwartet

Folgende Werte gelten ab 2018 im Bereich der Sozialversicherung für Mitarbeiter:

Höchstbeitragsgrundlage ASVG monatlich EUR       5.130,00
Geringfügigkeitsgrenze monatlich EUR          438,05
Grenzwert für Dienstgeberabgabe monatlich EUR          657,08

Als Teil der sog „Last-minute-Gesetzgebung“ wurden auch einige Änderungen im Bereich der Beschäftigung von Mitarbeitern verabschiedet.

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Prämien – wann man schnell handeln sollte

Folgende Prämien können entweder beim Finanzamt oder beim aws beantragt werden:

Investitionszuwachsprämie
Für das Jahr 2017 war die Förderung von Investitionen mittels der Investitionszuwachsprämie Mitte des Jahres bereits ausgeschöpft. Für das Jahr 2018 werden aber Fördermittel zur Verfügung gestellt. Gefördert wird ein Investitionszuwachs, konkret bedeutet dies für KMU Betriebe, dass die Investitionen des Jahres 2018 um mindestens EUR 50.000 höher sein müssen als die durchschnittlichen Investitionen der letzten 3 Jahre. Die Prämie selbst beträgt 15% des Investitionszuwachses.

TIPP: Die Investitionszuwachsprämie können nunmehr auch Freiberufler geltend machen.

ZU BEACHTEN: Da die Fördertöpfe im Jahr 2017 rasch erschöpft waren (first come first serve) und der Antrag bereits vor den Investitionen gestellt werden muss sollte man rasch handeln
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